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Abweichend zu den vergangenen Jahren fand der diesjährige 3-Tagelauf nicht von Karfreitag bis Sonntag sondern von Samstag bis Ostermontag statt. Ostermontag ist in Tschechien ein Feiertag, an dem die Kinder Eier suchen und die Frauen mit bunt bebänderten Ruten geschlagen werden, was ihrer Verjüngung dienen soll.
Ca. 800 gemeldete Läufer aus Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Israel, Italien, Österreich, Schweden, Slowakei und Tschechien versprachen spannende Wettkämpfe. Wir waren 11 von Planeta.
Samstag, den 03.04. herrschte am Nachmittag bei bewölktem Himmel mit sonnigen Abschnitten und 14° C ideales Laufwetter in den Felsbändern rings um das Wettkampfzentrum auf dem Waldspielplatz des Örtchens Zelizy. Die verkürzte Langdistanz auf der detailreichen Karte „Certovy Hlavy“ vom Vorjahreslauf bot längere, gut belaufbare Teilstücken über das Plateau wechselnd mit kniffligen Felspassagen am Rand desselben. Der anspruchsvolle Wechsel von hoher Geschwindigkeit und gelassener Konzentration ließ manchen OLer schier verzweifeln, gab jedoch genügend Stoff für die gemeinsame Auswertung in gemütlicher Runde und auf den Entspannungswanderungen in der geschichtsträchtigen Umgebung.
Der Sonntag, 04.04. brachte uns ähnliches Wetter wie der Vortag und natürlich wieder bekanntes Gelände (Prague Easter 2006) mit der Karte „Selska Rokle“ am Rand des Ferienortes Stare Splavy, wo wir auch unser bewährtes Quartier hatten. Die Langstrecke durch meist gut belaufbaren Nadelwald und steile Täler zeigte jedem deutlich seinen Trainingszustand und wechselte von großräumigen Routenwahlen zu Feinorientierung in den Postennestern der felsigen Schluchten.
Mit den ersten zwei Etappen hatte jeder seine Ausgangsposition für den Jagdstart am 3. Wettkampftag bestimmt. Das heißt der Läufer mit der jeweils besten Gesamtzeit startet als Erster und die mit bis zu 30 Minuten Rückstand folgen ihm entsprechend ihrem persönlichen Rückstand, bevor es dann in 1-Minutenabständen weitergeht. So kommt es vorn zu ganz engen Startabständen von wenigen Sekunden bis zu Lücken von einigen Minuten, also für den nächsten Tag eine spannende Sache mit Nervenkitzel für alle Beteiligten. Wer als Erster seiner Klasse den Zielstrich passiert, sollte auch der Sieger sein. Von unserem Verein hatten sich besonders gute Ausgangspositionen erkämpft: Gisela (D55, 2. mit 1:49 Rückstand); Fabian (H20, 3. mit 4:17 Vorsprung vor dem Nächsten) und Helmut (H55, 3. mit 4:25 Vorsprung vor dem 4.).
Eisiger Wind und drohende dunkle Wolken bei 8° C ließen uns am Ostermontag, 05.4. zwar frösteln, boten jedoch, weil ohne Regen, für die Verfolgungsjagd gute Voraussetzungen. Am Ende gewann Gisela, weil sie ihre Vorläuferin schon am 2. Posten einholte, die Ruhe bewahrte und sich auf den letzten Metern zum Ziel absetzen konnte. Helmut blieb mit drittbester Etappenzeit auch insgesamt ungefährdet auf dem 3. Platz. Fabian büßte auf dieser Etappe deutlich gegenüber den anderen ein und belegte insgesamt den 4. Platz.
Fazit: Die solide organisierten Wettkämpfe mit sehr guten Karten in feinen Sandsteinfelsen bieten immer wieder einen lohnenden Einstieg in die OL-Saison, obwohl die häufige Nutzung derselben Wettkampfgebiete und die teilweise großzügige Kartenaktualisierung das gute Gesamtbild etwas trüben.
Veranstalter Homepage mit Ergebnissen etc.
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