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Stadt Radebeul
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5 OLs, 4 Tage, 3 Anfängerfehler, 2 zerkratzte Beine und eine Johanna PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Johanna Schmidt   
Freitag, 19. Februar 2010

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Portugal…am Strand liegen, Meeresrauschen, gut gebräunte Portugiesen beobachten und sich selbst nur darüber Sorgen machen, wann man sich das nächste mal wenden muss, damit man selbst auch ja gleichmäßig braun wird. So sah meine Woche Portugal jedenfalls NICHT aus.

 

 

 

 

 

 

WKZ Ich hatte genug vom ewig verschneiten Deutschland und außerdem freute ich mich riesig darauf zum ersten Mal in 2010 eine OL Karte in Händen halten zu dürfen. Über 1800 weitere OLer dachten da wohl ähnlich wie ich und strömten in Richtung Südeuropa zum Portugal O Meeting 2010. 

Eskimo Sandra Meinen ersten Anfängerfehler beging ich schon vor dem Abflug. Ich erinnerte mich an das „POM“ 2008: es war ziemlich warm, wir waren im Altantik baden und sind im T-Shirt durch Lissabon gegangen. Wieso sollte es denn dieses Jahr anders werden?

Noch kurz vor der Abreise packte ich die Mütze und die Handschuhe aus, welche ich später dann doch etwas vermisste. Das Autothermometer schwankte zwischen 2 und 14 Grad. Weder die Alibi-Heizung in unserem Zimmer noch mein ultra-light-Schlafsack hatten die Absicht meine Körpertemperatur in der Nacht auf über 36 Grad halten. Das Zitat „ist das da Frost auf unserer Windschutzscheibe?“ trug am Morgen nur unwesentlich zur Veränderung meines Zitterzustandes bei. Dafür erfreute sich das „Kleidungsmodell Zwiebel“ stets großer Beliebtheit und schließlich haben wir uns ja auch ein bisschen bewegt. 

 

  Postenstandort Palme Wir liefen zwei Lang-, zwei Mitteldistanzen und einen Sprint OL. Gut belaufbare Wälder, das Dünengelände am ersten Tag oder unendlich viele Hügel an allen Tagen schrien förmlich danach von Dobbspikes belaufen zu werden. Dazu gab es wirklich geniale Karten, eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Bahnlegung, sowie eine reibungsfreie Organisation. Hilfe, es fällt mir tatsächlich nichts ein worüber ich mich beschweren könnte, ohne dass ich es mir aus den Fingern saugen müsste.

Was man dann aus diesen tollen Voraussentzungen macht, ist dann Sache jedes Einzelnen. Ich für meinen Teil machte die Mittel zur Langdistanz (Fehlerquelle Nr.2: Es soll ja Leute geben die ihre Startnummer vergessen) und wanderte den Nachtsprint. Der war auch wirklich ein Ereignis: Die im Winter ausgestorbene portugiesische Stadt war plötzlich mit einer wuselnden Menge gefüllt, dazu eine sternenklare Nacht und der Zieleinlauf am Strand bot noch den krönenden, wenn auch kräfteraubenden Abschluss. Wer jetzt noch nicht neidisch ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Sonnenuntergang Richtig gute Ergebnisse wird man von mir leider vergeblich suchen. Ich habe in der W20 in der Gesamtwertung Platz 17 (von 46) erreicht, mein Respekt gilt Josi und Anna, die sich mit Platz 2 bzw. 7 in der gleichen Altersklasse sehr gut verkaufen konnten. Die Platzierungsreihenfolge werde ich aber im Laufe der Saison nicht so belassen ;-)

Das Bild von den zerkratzten Beinen möchte ich an dieser Stelle weglassen, es sieht ein bisschen aus wie mein Metzger und ich will ja nicht dran Schuld sein, wenn die Vegetarier keinen OL mehr machen wollen.

Mein letzter und schlimmster Fehler war es, nur 5 Tage Portugal gebucht zu haben. Ich kann diesen Wettkampf wirklich nur uneingeschränkt weiterempfehlen und hoffen, dass ich noch ganz oft dahin fahre.

Seite des Ausrichters

 
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